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Kontrollierter SAP-Datenabzug mit zapliance

Technische Trennung von Datenabzug und Datenverarbeitung

 1. Lösungsarchitektur von zapliance

Das zapliance-Betriebsmodell basiert auf einer klaren technischen Trennung in zwei Ebenen:

  1. Datenabzug
  2. Datenverarbeitung

Für den Datenabzug wird RFC verwendet, um Kopien der vom Kunden freigegebenen SAP-Daten zu erstellen. Diese Kopien werden in einer zapAnalytics-Projektdatenbank gespeichert. Die gesamte anschließende Verarbeitung durch Agenten, einschließlich KI-gestützter Analysen und der Ergebniserstellung, erfolgt ausschließlich auf Basis dieser Datenkopien und ohne Interaktion mit den SAP-Produktivsystemen.

Kurz gesagt: RFC kommuniziert mit SAP. Agenten arbeiten mit dem extrahierten Datensatz.


2. Rolle von SAP RFC

Remote Function Call (RFC) ist eine seit Langem etablierte SAP-Kommunikationsarchitektur und der Standardmechanismus, den zapAnalytics für die Kommunikation mit SAP-Systemen verwendet.

Innerhalb der zapliance-Architektur wird RFC ausschließlich für den deterministischen Abzug der vom Kunden freigegebenen SAP-Daten eingesetzt.

Jeder Abzug wird von einem autorisierten Nutzer des Kunden initiiert, entweder manuell oder über einen vom Kunden konfigurierten Zeitplan.

SAP-Referenz

SAP dokumentiert den RFC-basierten Datenabzug für SAP Signavio Process Intelligence. Die Dokumentation umfasst unter anderem RFC_READ_TABLE sowie Konfigurationsmöglichkeiten für Tabellenauswahl, Filterung, Partitionierung, Zeitplanung, Monitoring und Sicherheit.

Die offizielle SAP-Dokumentation (im englischen Original) ist hier verfügbar:


3. Trennung zwischen Extraktion und Verarbeitung

Ebene 1: Datenabzug

Während des Abzugs:

  • stellt zapAnalytics über RFC eine Verbindung zu SAP her,
  • werden ausschließlich Standard-RFC-Funktionsbausteine verwendet,
  • werden die vom Kunden freigegebenen SAP-Daten extrahiert,
  • werden Kopien der extrahierten Daten in der Projektdatenbank gespeichert.

Der Abzugsprozess ist deterministisch und wird durch vordefinierte Regeln gesteuert. Agenten entscheiden nicht darüber, welche Daten extrahiert werden.

Der Kunde legt fest:

  • auf welche SAP-Systeme zugegriffen wird,
  • welche Daten extrahiert werden,
  • welcher SAP-Nutzer für den Datenabzug verwendet wird,
  • welche Berechtigungen erteilt werden,
  • wann der Abzug ausgeführt wird.


Ebene 2: Datenverarbeitung

Nach Abschluss des Datenabzugs:

  • erfolgt die Verarbeitung durch Agenten auf den in der Projektdatenbank gespeicherten Datenkopien,
  • wird RFC nicht mehr verwendet und eine Verbindung zu SAP ist nicht mehr erforderlich.

Agenten können nicht eigenständig:

  • Verbindungen zu SAP herstellen
  • Datenabzüge starten
  • zusätzliche RFC-Anfragen ausführen
  • den freigegebenen Umfang des Datenabzugs erweitern

Die Datenverarbeitung durch die Agenten ist auf die Daten beschränkt, die bereits im freigegebenen Abzugsprozess der Ebene 1 extrahiert wurden.


4. Governance- und Kontrollprinzipien 

1. Kein eigenständiger SAP-Zugriff durch Agenten

Der Umfang des Datenabzugs wird vom Kunden festgelegt, und jeder Abzug wird vom Kunden initiiert. Agenten interagieren nicht eigenständig mit SAP-Systemen, führen keine selbst initiierten Datenabzüge durch und erweitern den Umfang des Abzugs nicht eigenständig.

Nach Abschluss des Abzugs arbeiten die Agenten ausschließlich mit Kopien der extrahierten Daten, die in der Projektdatenbank gespeichert sind.

2. Einsatz von SAP-Standardtechnologie

Die Verbindung zu SAP erfolgt über RFC, eine seit Langem etablierte SAP-Standardschnittstelle.

Proprietäre oder undokumentierte Mechanismen für den SAP-Zugriff sind nicht erforderlich.

3. Deterministischer Datenabzug

Der Abzugsprozess folgt vordefinierten Regeln.

Der Kunde legt fest und kontrolliert:

  • welche Daten extrahiert werden,
  • wann die Daten extrahiert werden,
  • welcher RFC-Benutzer verwendet wird,
  • welche RFC-Berechtigungen eingesetzt werden.

4. Governance bleibt unter der Kontrolle des Kunden

Der Kunde autorisiert und kontrolliert:

  • die Erstellung des RFC-Benutzers,
  • die RFC-Berechtigungen,
  • die SAP-Verbindung,
  • den Datenumfang,
  • die Ausführung jedes Abzugs.


5. Wilma

zapAgent Wilma ist das dialog-orientierte KI-Mitglied Ihres Governance-Teams und unterstützt Anwender über eine Chat-Oberfläche.

Wilma arbeitet innerhalb von LibreChat und ist Teil der Datenverarbeitungsebene (Ebene 2). Sie ist nicht am Datenabzug beteiligt und verfügt über keine SAP-Verbindung.

Wilma arbeitet ausschließlich mit Kopien der extrahierten Daten, die bereits in der Projektdatenbank vorhanden sind.


Zusammenfassung

zapAnalytics verwendet die standardmäßige SAP-RFC-Verbindung für einen kontrollierten und deterministischen Datenabzug. Während der anschließenden Verarbeitung, einschließlich KI-gestützter Analysen, greifen Agenten nicht auf SAP zu.

Stattdessen arbeiten sie ausschließlich innerhalb der Verarbeitungsebene und nutzen Datenkopien, die in der Projektdatenbank gespeichert sind.

Diese architektonische Trennung stellt sicher, dass Datenverarbeitung und KI-Funktionen von den SAP-Systemen isoliert bleiben.