Setup-Anleitung Virtuelle Maschine / Server
Detaillierte Anleitung zur Einrichtung einer Virtuellen Maschine oder eines Servers für den Einsatz von zapliance-Lösungen
Um zapliance-Lösungen zur SAP-Datenanalyse optimal zu nutzen, ist eine leistungsfähige und passend konfigurierte Virtuelle Maschine (VM) oder ein geeigneter Server erforderlich. In diesem Artikel finden Sie eine Übersicht der Systemanforderungen und Empfehlungen für den Einsatz in lokalen (On-Premise) sowie Cloud-Umgebungen wie AWS oder Azure. Darüber hinaus werden die notwendigen Einstellungen für die korrekte Netzwerkintegration - einschließlich der relevanten Firewall-Konfigurationen - erläutert.
Systemanforderungen
Hardware
Je nach Datenumfang empfehlen wir die folgenden Hardware-Spezifikationen:
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Abzug von bis zu 2 Millionen BSEG-Zeilen
- CPU: 8 Kerne (moderne x86-Architektur, 64-bit)
- RAM: 32 GB
- Festplatte: Min. 500 GB SSD
- Netzwerk: Gigabit-Verbindung
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Abzug von bis zu 100 Millionen BSEG-Zeilen
- CPU: 8 Kerne (moderne x86-Architektur, 64-bit)
- RAM: 32 GB
- Festplatte: Min. 1 TB SSD
- Netzwerk: Gigabit-Verbindung
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Abzug von mehr als 100 Millionen BSEG-Zeilen
- CPU: 8 Kerne (moderne x86-Architektur, 64-bit)
- RAM: 128 GB
- Festplatte: Min. 2 TB SSD
- Netzwerk: Gigabit-Verbindung
Die genauen Anforderungen für Ihr Projekt können während des Onboardings mit zapliance besprochen werden.
Software
- Betriebssystem
- Windows Server 2022 oder neuer (64-bit erforderlich)
- Moderne Linux-Distribution
- Administrator-Zugriff auf VM/Server ist erforderlich
- (Optional) Internetverbindung für Updates, LLM-Integration und bestimmte zapliance-Produkte (z.B. USt-IdNr.-Verifizierung)
Wichtiger Hinweis: Bitte stellen Sie sicher, dass automatische Neustarts des Betriebssystems erst nach Abschluss des Datenabzugs oder der Datenverarbeitung stattfinden.
Automatische Neustarts während des laufenden Betriebs können zu Datenverlust sowie zu vermeidbarem Mehraufwand durch erneute Datenverarbeitung führen.
Empfehlungen für Virtualisierungsumgebungen
On-Premise-Hypervisor
- VMware vSphere/ESXi, Microsoft Hyper-V oder vergleichbare Plattformen sind geeignet
- Ressourcen (CPU, RAM, Festplattenspeicher) sollten exklusiv der für zapliance-Lösungen genutzten VM zugewiesen werden (kein Ressourcen-Overcommitment)
Cloud-Hyperscaler
Empfohlener Instanztyp für Amazon Web Services (AWS):
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- z1d.xlarge oder größer (z-Serie für hohe Single-Thread-Performance; min. 8 vCPUs und 64 GB RAM)
- EBS-optimierte Instanzen mit min. 1 TB GP2/GP3 SSD-Speicher
- Wählen Sie ein Rechenzentrum nahe des Hosting-Standorts Ihrer SAP-Systeme für die bestmögliche Performance
Alternativen zu AWS z1d-Instanzen bei anderen Cloud-Anbietern sind u.a.:
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Fsv2-Serie und Lsv2-Serie bei Microsoft Azure,
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C2- und C3-Serie bei Google Cloud,
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DenseIO und E4 Compute Shapes bei Oracle Cloud,
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sowie die bx2 compute-optimierten virtuellen Server bei IBM Cloud.
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Firewall- und Netzwerkeinstellungen
Erforderliche offene Ports
Zugriff auf zapAnalytics-Oberfläche im Firmennetzwerk (Standard):
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- zapAnalytics: 9007 (HTTPS)
- LibreChat: 3080 (HTTPS)
- SAP RFC: 3300, 3600, 3299 (Standardports für Applikations- und Message-Server)
Optionaler Internetzugang (externes Netzwerk):
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Docker Hub Images, externe LLM-Dienste: TCP 443
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Sicherheitsrichtlinien
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Beschränken Sie den Zugriff auf autorisierte Mitarbeiter und bekannte IP-Adressen
- Nutzen Sie für administrativen Remote-Zugriff nach Möglichkeit einen VPN oder einen verwalteten Bastion-Host
- Konfigurieren Sie die Firewall-Regeln so streng wie möglich - geben Sie nur frei, was zwingend notwendig ist
Zusätzliche Empfehlungen
- Dedizierte VM: zapliance-Software sollte auf einer eigenen VM laufen, um Performance-Engpässe durch andere Anwendungen auszuschließen.
- Backups: Sichern Sie regelmäßig zapliance-Daten und Konfigurationsdateien.
- Datenkonnektivität: Stellen Sie sicher, dass die VM/der Server während des Datenabzugs auf das SAP-System zugreifen kann.
- Monitoring: Überwachen Sie die Ressourcennutzung (CPU, RAM, Festplatten-I/O) aktiv.