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Setup-Anleitung SAP

Detaillierte Anleitung für das SAP-Setup

Wichtig: zapliance-Lösungen sind nicht von ODP-RFC-Einschränkung (SAP Note 3255746) oder SAPI API Policy betroffen

zapliance-Lösungen nutzen kein ODP-RFC-Interface (Operational Data Provisioning), das künftig Einschränkungen unterliegt.

Stattdessen erfolgt der Datenabzug über die klassische RFC-Schnittstelle, die nicht von der SAP Note betroffen ist. Sie fällt zudem nicht in den Anwendungsbereich der SAP API Policy, da diese für veröffentlichte APIs (z.B. OData/REST) gilt.

Kurz gesagt: Der klassische RFC-Zugriff bleibt auch weiterhin voll funktionsfähig, sodass die SAP Note oder die SAP API Policy keine Auswirkungen auf Ihre Lösung haben.

 

Allgemeine Informationen zum Datenabzug

zapAnalytics nutzt die Remote Function Call (RFC)-Schnittstelle, um Daten effizient aus dem SAP-System abzuziehen. Alle extrahierten Daten werden lokal in einer PostgreSQL-Datenbank als Kopie gespeichert. Es werden lediglich SAP-Standard-Funktionsbausteine und ein SAP-Nutzer mit lesenden Rechten (System oder Dialog) benötigt. Je nach vereinbarter Leistung können die SAP-Tabellen ausgelesen und auf bestimmte Objekte eingegrenzt werden.

Um eine zielgerichtete Verbindung mit dem SAP-System herzustellen, werden die SAP-Verbindungsparameter benötigt. Diese Parameter variieren, je nachdem, ob das Zielsystem ein Nachrichten- oder Anwendungsserver ist.

Während des Datenabzugs muss die Verbindung zum SAP-System aufrechterhalten bleiben. Bei einer Unterbrechung der Verbindung oder fehlenden Rechten muss der Datenabzug erneut gestartet werden.

SAP-Nutzer mit RFC-Funktionsbaustein

Dieser Leitfaden bietet einen umfassenden Überblick über die notwendigen Berechtigungen, um den Remote Function Call (RFC)-Zugriff auf Ihr SAP-System zu ermöglichen. Der SAP-Benutzer benötigt vollständige BBP_RFC_READ_TABLE-Zugriffsberechtigungen für eine optimale Funktionalität.

Sie können auch einen Systembenutzer (USTYP B in USR02) anstelle eines Dialogbenutzers (USTYP A in USR02) verwenden.

rfc_access_rights

Folgende Zugriffsrechte sollten mindestens vorhanden sein:

  1. S_RFC Authorization Object: 
    1. Aktivität (ACTVT):
      1. Ausführen (16)
    2. Name des RFC-Objekts (RFC_NAME):
      1. BBP_RFC_READ_TABLE
      2. DDIF_FIELDINFO_GET
      3. RFCPING
      4. RFC_GET_FUNCTION_INTERFACE
      5. RFC_READ_TABLE
      6. STFC_CONNECTION
    3. Typ des RFC-Objekts (RFC_TYPE):

      1. Funktionsbaustein (FUNC)
  2. S_TABU_NAM Authorization Object:
    1. Aktivität (ACTVT):
      1. Anzeigen (03)
    2. Tabellenname (TABLE): *

Für den Fall, dass kein „*“ für das Berechtigungsobjekt „S_TABU_NAM“ vergeben werden kann,
können auch die einzelnen Tabellen aus dem Datenscope.

Eingrenzung der SAP-Tabellen

Im Folgenden sind die erforderlichen SAP-Tabellen für Digital Audit Preparation aufgelistet, die im Objekt "S_TABU_NAM" eingetragen werden können:

DD17S, T000, T001, T001A, T009, T009B, T001K, DD07T, NRIV, T001L, T001W, T003, T003T, T005, T005T, T007S, T008, T008T, T011, T011T, T014, T023T, T030K, T030W, T041C, T041CT, T043, T052, T052U, T074T, T077S, T077Z, T093, T093C, T093T, T100, T134T, T156, T156T, T159L, T161, T161T, T163, T173, T173T, T685, T685T, T880, T881, TABW, TABWT, TBSL, TBSLT, TCURC, TCURT, TCURX, TCURF, TCURP, TCURR, TCURV, TPFID, TSTCT, TTYP, TVAK, TVAKT, TVFS, TVFST, TVLK, TVLKT, BKPF, REGUV, BSEG, BSET, FAGL_011FC, FAGL_011PC, FAGL_011QT, FAGL_011SC, FAGL_011TC, FAGL_011VC, FAGL_011ZC, REGUH, REGUP, SKA1, SKAT, SKB1, EKKO, EKPO, EBAN, EKBE, TVKO, VBAK, VBRK, LIKP, LIPS, VBAP, VBRP, USR02, USR40, UST04, ANEP, ANLA, ANLB, ANLBZA, ANLC, ANLH, ANLZ, ANKA, ANKT, MARA, MKPF, MSEG, MAKT, MBEW, TDG41, KNB1, LFB1, KNA1, KNBK, LFA1, LFBK, KNKK, CDPOS, CDHDR, TCDOB, TCDOBT, TIBAN, KNAS, SRGBTBREL, TOA01, TOA02, TOA03, DD02T, DD03L, DD04T, TKA02, LFAS, TOASP, BSEC, GLT0, T012K, T042I, FAGLFLEXA, FAGLFLEXT

Hinweis: Bestimmte zapliance-Lösungen erfordern möglicherweise nur einen Teil der aufgeführten Tabellen. Diese vollständige Liste ermöglicht die Verwendung aller zapliance-Lösungen.

Verbindungsdaten zum SAP-System

Um eine Verbindung zum SAP-System herzustellen, werden bestimmte Verbindungsdaten benötigt. zapAnalytics bietet die Funktion, diese Verbindungsdaten beim Erstellen des Projekts einzugeben und sie für zukünftige Projekte erneut zu verwenden.

Je nach Konfiguration des SAP-Zielsystems unterscheidet man zwischen Nachrichten- und Anwendungsservern:

  • Nachrichtenserver (MSHOST)
    • Nachrichtenserver
    • Nachrichtenserver Port
    • System ID
    • Gruppe der Anwendungsserver
    • SAP Router String
    • Mandant
  • SAP-Anwendungsserver
    • Anwendungsserver
    • Instanznummer
    • System ID
    • Mandant
    • SAP Router String
  • (Optional) SAP Web URL. Die SAP Web GUI URL erleichtert den Aufruf von Einzelbelegen in zapAnalytics. Beispiel: https://mySAP.com:44300/sap/bc/gui/sap/its/webgui

Die einzelnen Daten können auch direkt dem SAP Logon Pad entnommen werden. Die folgenden Abbildungen zeigen, wie das funktioniert.

Verbindungsparameter Nachrichtenserver:

messageserver properties

Verbindungsparameter Anwendungsserver:

image-png-Jan-04-2023-09-05-05-5397-AM

Nutzung der SAP Web GUI in Power BI

Mit zapAnalytics lassen sich SAP-Belege direkt aus Power BI aufrufen. Dazu muss die entsprechende SAP Web GUI URL in zapAnalytics hinterlegt werden. Beispiel: Bei der Web-URL https://mySAP.com:44300/sap/bc/gui/sap/its/webgui wäre “mySAP.com:443000” in zapAnalytics einzutragen.

Erweiterte SAP-Rechte für Endnutzer

Um auf die gewünschten Belege zugreifen zu können, benötigt der Endnutzer (z.B. Prüfer) bestimmte SAP-Rechte. Diese Rechte umfassen den Zugriff auf folgende SAP-Transaktionscodes:

  • FB03: Anzeigen von Buchhaltungsbelegen
  • ME53: Anzeigen von Bestellanforderungen
  • ME23: Anzeigen von Bestellungen
  • VL03: Anzeigen von Lieferungen
  • VA03: Anzeigen von Verkaufsaufträgen
  • VF03: Anzeigen von Fakturen

Stellen Sie sicher, dass alle relevanten Benutzer über die notwendigen Berechtigungen verfügen, um diese Transaktionen auszuführen.

Auswirkungen auf das SAP-System

In über 2000 Projekten hat sich RFC als zuverlässig erwiesen und es gab keine Auswirkungen auf die Leistung von SAP-Produktivsystemen (z. B. R3, ECC oder S4).